Singapur 

Die City Singapur ist die Hauptstadt des gleichnamigen Inselstaates, der aus einer Hauptinsel, die neun Zehntel der Fläche ausmacht, und aus weiteren etwa 60 kleineren Inseln, von denen etwa 20 besiedelt sind, besteht. Die Inselrepublik liegt im Süden der Peninsula Malaysia.

Die im dritten Jahrhundert in einem chinesischen Bericht als ´Insel am Ende der Halbinsel` erwähnte Stadt wurde im 14. Jahrhundert Teil des mächtigen Sri-Vijayan-Reiches. Zunächst als `Meeresstadt` bezeichnet, gewann die kleine Insel einen neuen Namen: `Singa Pura´ oder `Löwenstadt´. Im 18. Jahrhundert wurde dort von den Briten unter Sir Thomas Stamford Raffles ein Stützpunkt für ihre Flotte eingerichtet. Waren erst nur militärische Gesichtspunkte ausschlaggebend, entwickelte sich Singapur nun auch zum Handelsstützpunkt und wurde 1832 zum britischen Regierungssitz für die Niederlassungen in Südostasien. Nach dem Zweiten Weltkrieg - zeitweise hatten die Japaner die Insel besetzt - wurde Singapur zur britischen Kronkolonie. Seit 1965 ist es eine unabhängige Republik und erlebte als solche mit seiner Freihandelspolitik einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwung. Vom einstigen Billiglohnland hat es sich zum führenden Wirtschaftsriesen Südostasiens entwickelt. Im Hafen, der einer der wichtigsten in Asien ist, werden unter anderem große Mengen Tropenholz verladen.

Singapur gehört mit 4.660 Menschen auf einen Quadratkilometer zu den am dichtesten besiedelten Gebieten der Erde. Ist der Inselstaat etwa doppelt so groß wie Malta, hat er fast zehnmal soviel Einwohner. Mit dem internationalen Flughafen Changi im Osten der Hauptinsel hat Singapur eine effiziente internationale Anbindung und durch eine Dammstraße, den Johore Causeway, über die im Norden der Insel gelegene Johore Stadt, ist das Land mit Malaysia verbunden.

Die City Singapur ist eine kosmopolitische Stadt und mit ihrem Nebeneinander von Ost und West, Tradition und Moderne eine Stadt der Kontraste. Sie hat den berechtigten Ruf die sauberste Stadt Asiens zu sein. Selbst in Chinatown sieht man so gut wie keinen Dreck auf der Straße liegen.
Die traditionelle Architektur Asiens verschmilzt mit imposanten Wolkenkratzern, pittoreske Märkte finden sich in der Nähe der Bankenstadt, neben dem überquellenden Warenangebot aus aller Welt finden sich Oasen der Ruhe in chinesischen, indischen und moslemischen Tempeln.
Der Aufschwung schuf in den 1980er/90er Jahren moderne klimatisierte Gebäude und Shopping-Center. Durch die damit ausgelöste Flächensanierung fielen dem Boom aber auch die meisten der ethnisch geprägten historischen Viertel zum Opfer. Nur in wenigen Teilen ist das alte Singapur erhalten geblieben wie beispielsweise in Chinatown und Little India. Ansonsten haben die modernen Einkaufszentren die alten asiatischen Märkte weitgehend verdrängt.

Sehenswerte Bauwerke der Stadt sind in erster Linie die Tempel wie der Hindu-Tempel Sri Mariamman mit seinem fünfstöckigen Turm, der buddhistische Tempel der 1000-Lichter mit einer 15 Meter hohen und 300 Tonnen schweren Buddhastatue sowie Thian Hok Keng, der älteste buddhistische Tempel der Stadt. Die Sultan-Moschee mit ihrer goldenen Kuppel ist das religiöse Zentrum der Moslems. Und das nach dem Seefahrer Sir Thomas Stamford Raffles benannt Raffles Hotel, der Palast der Königin und das Victoria Theater vermitteln noch heute einen Eindruck von der alten kolonialen Atmosphäre. Neben dem 1859 von den Engländern angelegten Botanischen Garten mit über einer halben Million Gewächsen ziehen auch die Museen und Vergnügungsparks viele Besucher an. Hervorzuheben sind dabei die zum Nationalmuseum zusammengefassten Museen (Asian Civilisation Museum, Singapore Art Museum und Singapore History Museum) und der Vergnügungspark Haw Par Villa, der frühere Tiger Balm Garden, eine Anlage am Stadtrand die häufig als chinesisches Disneyland bezeichnet wird.

Singapur ist ein einziges gigantisches Shopping Paradies. Die Einkaufsstraßen und großen Malls quellen vom Warenangebot über. Beim Ausverkauf im frühen Sommer kann man dabei das ein oder andere Schnäppchen ergattern. Als Stadt der Künste bietet Singapur mit einer blühenden Kunst- und Kulturszene das ganze Jahr über Theater-, Musik- und Tanzaufführungen an und präsentiert traditionelle und zeitgenössische Kunst. Der Höhepunkt des kulturellen Jahres ist das Singapore Arts Festival, das jedes Jahr im Juni stattfindet. Singapur ist auch ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Region, wie zu Sentosa Island oder an die Ostküste der Insel. Die Attraktivität der Stadt hat den Tourismus, der vor allem Geschäftsreisende, Messegäste und Kurzbesucher aus der ASEAN-Region anzieht, seit den 1980er Jahren zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig gemacht.

Singapur hat circa 4 Millionen Einwohner.
 Gesellschaftliche Verhaltensformen
Singapur ist ein toleranter Vielvölkerstaat. Dennoch sollte man auf religiösem Gebiet sensibel sein. Bevor man einen Tempel betritt, sollte man die Schuhe ausziehen.
Es herrscht eine strenge Disziplin. In eine Warteschlange stellt man sich hinten an.
In Singapur gibt es strenge Regeln und Vorschriften, die das alltägliche Leben regeln sollen:
Der Besitz, Genuss oder Handel von Rauschgift gilt als Vergehen und wird mit langjährigen Haftstrafen bzw. bei Heroin, Morphium und Kokain bereits bei sehr kleinen Mengen mit der Todesstrafe geahndet.
Das Wegwerfen von Gegenständen auf der Straße oder sonstige Verunreinigungen werden bestraft (Geldstrafen bis 1.000 S$).
Das verkehrswidrige Überqueren von Straßen, d. h. im Bereich von 50 Metern abseits eines vorhandenen Fußgängerüberweges, hat Geldstrafen von 50 S$ zur Folge.
Es besteht ein Rauchverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln, Regierungsbüros und -gebäuden, Aufzügen, Kinos, Theatern, klimatisierten Restaurants, Supermärkten, Einkaufszentren und Shopping-Malls. Zuwiderhandlungen ziehen Geldstrafen bis zu 1.000 S$ nach sich. Jugendlichen unter 18 Jahren ist das Rauchen in der Öffentlichkeit verboten. Jedoch ist das Rauchen in Diskos, Karaoke-Bars, Nachtclubs und den klimatisierten Pubs meist erlaubt.
Der Konsum von Alkohol auf offener Straße, Spucken in der Öffentlichkeit sowie das Wegwerfen von Zigarettenkippen ist verboten.
Das Kauen von Kaugummi ist steht seit 1992 unter Strafe. Lediglich gegen Rezept kann man in Singapur zuckerfreien Kaugummi in Apotheken erstehen. Auch die Einfuhr von Kaugummi ist verboten. Dies gilt auch für Touristen.
Diebstahl und Raub werden drakonisch bestraft.




  Gesellschaftliche Verhaltensformen